Die Amseln fahren nach Hause

Unser Camp war nicht nur aus Sicht der Jugendlichen ein voller Erfolg. Auch Jesko, unser Wissenschaftler, ist sehr zufrieden, denn wir haben in der Zeit insgesamt 12 junge Amseln gefangen, genauso viele wie er maximal mitnehmen kann. In Hütte 1 warten sie seit ca. einer Woche darauf, mit uns nach Deutschland zu fahren. Mehrmals täglich werden sie gefüttert und gepflegt, damit sie stark für die Reise werden. Um sie in den Tuchkäfigen sicher transportieren zu können, haben Leo, Gunnar und Max aber erstmal ein Holzgestell für den VW-Bus gebaut. Wir anderen haben in der Zeit alles zusammengepackt, und am Freitag morgen um 5 Uhr ging es auf in Richtung Heimat.

Die Nacht haben wir nördlich von Barcelona im „Parc Natural dels Aiguamolls de l’Empordà“ verbracht.

Bei jeder Pause auf der Fahrt haben wir auch die Amseln gefüttert. Trotz der späten Ankunft und der kurzen Nacht sind einige von uns um 6 Uhr morgens aufgestanden und wurden damit belohnt, die lang ersehnte Blauracke und den Purpurreiher, Namenspatron unserer Lodge der letzten Wochen, doch noch zu Gesicht zu bekommen. Das war ein gelungener Abschied aus Spanien, und so machten wir uns auf die letzte Etappe zurück zum MPI nach Möggingen. Allen Amseln geht es gut, und sie sind bestimmt genauso froh wie wir, endlich da zu sein.

 

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Abschlussrunde

Weil uns morgen ein Teil unserer Gruppe schon wieder verlässt, stand heute eine Abschlussrunde auf dem Plan. Wir ließen die letzten zwei Wochen Revue passieren und teilten unsere besonderen Erlebnisse und weniger schöne Momente mit allen. Die Feldarbeit für Amseln ohne Grenzen, und verschiedene Vögel aus nächster Nähe zu betrachten, fanden wir alle sehr beeindruckend. Auch die Ausflüge in andere Habitate, wie zum Beispiel in das Naturreservat Dehesa de Abajo und ans Meer, wurden oft genannt, weil dort noch einmal ganz andere Tiere leben als in dem Pinienwald in unserer Nachbarschaft. Für einige waren dies „die besten Ferien meines Lebens“, und jetzt, wo wir uns alle näher gekommen sind und sich viele Freundschaften entwickelt haben, müssen die ersten schon wieder gehen. Aber eines ist klar: Dies wird nicht das letzte Camp gewesen sein, und wir freuen uns alle auf ein gemeinsames Wochenende im Herbst am Bodensee.

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Das Beste kommt zum Schluss

 

Text: Anna

Während der Großteil der Gruppe nach Villamanrique auf einen kleinen Markt und anschließend in das verlassene Dorf el Rocio ging, entschlossen sich sieben eine Wanderung durch die Mittagshitze zu machen. Ungefähr jede fünfzig Meter fanden wir eine Blauelsterrupfung, die wir enthusiastisch einsammelten. Auch Samtkopf-, und Provencegrasmücken flogen vor uns im Gebüsch herum. Zum Mittagspicknick machten wir es uns im Schatten auf einer kleinen Anhöhe gemütlich und tauschten uns über die Vögel aus, die wir heute gerne noch sehen würden: Blauracke und Großtrappe. Wie zu erwarten erfüllten sich unsere Wünsche nicht und alle waren relativ enttäuscht, dass wir nicht einmal Bienenfresser sahen. Auf dem Rückweg am Waldrand hörten wir den Schrei eines Schwarzmilans und entschieden uns, etwas tiefer in den Wald hinein zu gehen, um den aufgebrachten Milan zu suchen. Wir kämpften uns durch das Geäst und das dichte stupfige Gebüsch als plötzlich zwei riesige Vögel vor uns aufflogen. Bei der Größe der Vögel war uns sofort klar: DAS WAREN ZWEI UHUS! Der Tag war gerettet. Wir streiften weiter durch den Wald, auf der Suche nach weiteren Spuren der Eulen und fanden zahlreiche Gewölle, eines enthielt sogar Igelstacheln! Vielleicht waren in dem anderen die Blauelstern deren Federn überall herum lagen? Gregor fand eine wunderschöne Armschwinge eines Uhus. Wir sichteten auch eine ideale Korkeiche, die verkotet war und entschieden uns, dort eine Kamerafalle zu installieren. Vielleicht haben wir ja Glück und wir fotographieren einen Uhu…

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Auf Erkundung im Pinienwald. Ganz in der Nähe sahen wir die Uhus.

Das gleiche Erlebnis gibt es aus einer anderen Perspektive von Miriam, etwas ausführlicher:

Text: Miriam

Der erste Teil unseres Weges führte uns an der Straße entlang. Dort standen kaum Bäume, die etwas Schatten geboten hätten, daher waren wir alle bestrebt, diesen Teil des Weges möglichst schnell hinter uns zu bringen.  Darin liegt auch die Erklärung dafür, dass wir die Schlangenhaut, die am Wegrand lag, fast übersehen hätte, wäre da nicht unser Insektenexperte Max gewesen, der es gewohnt ist auf kleine Details zu achten. Natürlich wurde die Haut eingepackt und mitgenommen.

Bald führte unser Weg unter Bäumen entlang und wir begannen, mehr auf unsere Umgebung zu achten. Proportional mit unserer Achtsamkeit stiegen auch unsere Funde, die sich vor allem in Rupfungen, Käfern und Knochen beliefen. Überall gab etwas Spannendes zu sehen und so kamen wir nur langsam voran. Es ist erstaunlich, wie sich das Zusammensein mit aufmerksamen Menschen auf die eigene Beobachtungsgabe auswirkt. Anfangs staunt man darüber, wie viel alle bemerken und später macht man selbst solche Entdeckungen.

Gegen zwei Uhr wurde unser Hunger übermächtig und wir suchten uns ein schattiges Plätzchen unter einem Baum und begannen zu vespern. Nachdem wir alle Brote verzehrt hatten, standen wir vor dem Problem, wie man eine Melone mit einem Taschenmesser aufschneidet. Schließlich entschlossen wir uns sie in Scheiben zu schneiden, was sich als eine gute Wahl herausstellt, denn für Scheiben reichte die Länge des Messers.

Nach dem Essen mussten wir uns trotz zahlreicher Proteste wieder auf den Rückweg machen, ohne einen Vogel (bis auf eine Samtkopfgrasmücke) gesehen zu haben. Auf den Wegen zu bleiben stellte sich als mühsam heraus, da man bei jedem Schritt im Sand einsank. (Wir hatten auf dem Hinweg einen festeren Pfad gewählt.) Daher beschlossen wir, querfeldein zu laufen. Nach mehreren Schritten bückte sich plötzlich Gregor und hielt mit strahlendem Gesicht eine Wiedehopffeder in der Hand, woraufhin sich alle um ihn drängten und ihn beneideten. Der einzige, der bisher eine Wiedehopffeder in seiner Sammlung hatte war Florian.

Bald hatte sich die Versammlung aufgelöst und wir bogen in den dichteren Wald ein, um einen besseren Blick auf einen schreienden Schwarzmilan zu bekommen. Den Milan sahen wir nicht mehr, doch auf einmal flogen vor uns zwei riesige Vogel auf, die mit langsamen, flachen Flügelschlägen zwischen den Bäumen verschwanden.

Erschrecktes Stolpern und Anhalten war unsere einzige Reaktion, bis jemand leise rief: „ Uhus!“ Ab da gab es kein Halten mehr. Sofort wurde der Wald auf Gewölle, Federn, Rupfungen und Sitzbäume untersucht. Florian förderte mehrere Gewölle und Rattenschädel zu Tage, wir anderen suchten eher nach Federn, fanden jedoch nur Flaumfedern. Aufgedreht wegen dieser wundervollen Begegnung, liefen alle von Baum zu Baum. Jeder wollte der Erste sein um die besten Chancen auf eine Schwung-, oder Deckfeder zu haben. Derjenige, der schließlich den Jackpot knackte, war natürlich Gregor. Dass er etwas gefunden hatte, hörte man schnell an dem leiser werdenden Knacken der Äste, da sich alle um Gregor versammelten und ihre Suche aufgaben. Gregor hatte eine Armschwinge gefunden. Sie war in einem hellen Braun gefärbt und von einem dunkleren Zickzackmuster gezeichnet. Ihre Ränder endeten in flaumfederähnlichen Ausläufen und die Oberfläche war ganz weich.

Gregor erzählte, dass dies das Geräusch des Flügelschlages vermindert, damit sich die Eule lautlos auf ihre Beute stürzen kann. Fasziniert von der Genialität der Natur folgten wir der Flugrichtung der beiden Uhus. Einmal sahen wir einen in größerer Entfernung aus einem Baumwipfel auffliegen, dann schienen wir alleine zu sein. Dennoch blieben wir angespannt, bereit, bei dem kleinsten Anzeichen der Uhus unsere Ferngläser zu zücken, doch wir sahen sie nicht wieder.

Dieses Erlebnis beeindruckte uns nachhaltig und jedem von uns wurde wiedereinmal bewusst, wie schützenswert unsere Natur ist. Und den besonderen Vogel, den wir uns erhofft hatten, sahen wir so doch noch.

In den nächsten zwei Tagen gingen wir wiederholt in das Revier des Uhus und stellten Wildkameras auf, doch leider fanden wir keine weitere Federn und auf den Kameras war nur eine Spinne zusehen, die ihr Netz vor der Linse baute. Wir hatten alle gehofft noch eine schöne Feder zu finden. Sie hätte ja nicht mal so groß sein müssen wie Gregors.

Als wir am übernächsten Tag in Möggingen ankamen, sah ich in einem Gebüsch etwas Braun-weißes schimmern. Es war eine Feder. Ich hob sie auf und konnte kaum glauben, was ich in der Hand hielt. 2000 Kilometer entfernt von der Wahrscheinlichkeit eine Feder der Uhus zu finden, hielt ich eine in der Hand. Netterweise musste ein anderer, deutscher Uhu ebenfalls eine Feder verloren haben, die ich zufälligerweise gefunden hatte. Das war besser als jedes Souvenir!

 

Kultur und Natur, die zweite.

Ein Ausflug nach Sevilla

Wir waren[…] nicht nur auf den Spuren der Tiere, sondern auch auf den Spuren vergangener Völker und Kulturen. So haben wir auch einen Ausflug nach Sevilla ins Real Alcazar gemacht. Die Anlage sah von innen sehr beeindruckend aus und man hat die Muslimische Vergangenheit Spaniens sehen können. (Leonard)

Sevillas Altstadt ist wunderschön, alle Häuser sind antik. Anscheinend soll dort auch schon zweimal die Weltaustellung stattgefunden haben. Was mich aber noch viel mehr begeistert hatte, war der Palast mitten in der Altstadt. Er wurde von fast allen verschiedenen Ländern konstruiert. Spanische Könige machen dort immernoch Urlaub. Im Palast waren sehr viele verschiedene Gärten und Mosaike. Es gab bunte Mosaike, einfarbige Mosaike usw., man konnte sich wirklich sattsehen an den verschiedenen Mustern und Farben der Mosaike. (Zacary)

 

 

Beim anschließenden Schlendern durch die Gassen der Altstadt shoppen wir noch ein paar Andenken, bevor wir gegen Abend die Heimfahrt zu unserem Camp antreten.  Nach dem Abendessen steht noch ein Programmpunkt auf dem Plan: Bei einer Nachtwanderung entdecken wir viele kleine und große Spinnen, deren Augen das Licht der Taschenlampe reflektieren und sich damit verraten. Eine davon war sogar eine seltene Walzenspinne, die schon fast ein Skorpion ist! Außerdem wollten wir herausfinden, welche Tiere auf unserem Gelände nachts herumlaufen und stellten zwei Kamerafallen auf. Danach lernten wir noch folgende Tiere kennen: Skorpion, Schlange, Drache, Schwan, einen großen und kleinen Bären. All dies aber nicht bei uns, sondern als Sternbilder über unseren Köpfen am Himmel. Ehrfürchtig betrachten wir dann noch Jupiter mit seinen Monden, Saturn mit seinen Ringen, und den Mond mit seinen Meeren und Kratern durch das Spektiv bei 60-facher Vergrößerung.

Die Auffangstation Caña de los Pajaros

Heute wartete ein Haus und ein riesiger Garten mit Vögel auf uns. Die wohl einzige private Vogelauffangstation Europas (www.canadadelospajaros.com) beherbergt über 200 Vogelarten sowohl in Freiheit, als auch in Käfigen (z.B. falls sie verletzt, zu exotisch für die heimischen Ökosysteme, oder einfach noch sehr jung sind). Denn die Freiheit dieser Vögel ist deren erklärtes Ziel, und viele der Vögel werden freigelassen, sobald sie fit genug sind. Maribel und ihr Mann kümmern sich voller Hingabe um alles was Federn hat. Ihr großes, umzäuntes Gelände ist auch ein beliebter und sicherer Rastplatz für viele Zugvögel. Neben Graugänsen, Flamingos und vielen verschiedenen Entenarten gibt es hier auch ein paar echte Exoten, wie zum Beispiel Kronenkraniche, Weißhalsibisse, oder das vom Aussterben bedrohte Kammblässhuhn.

Vogelbild des Tages

Zwei aus dem Nest gefallene Spatzenküken haben wir einige Tage zuvor gefunden. Am nächsten Tag kam ein drittes hinzu. Wir beschlossen, dass wir sie aufnehmen und uns um sie kümmern. Aber da wir sie nicht mit nach Deutschland nehmen können, finden sie hier in der Aufzuchtstation ein neues Zuhause.

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Ein Tag am Meer

img_5889.jpgEs sollte der heißeste Tag der Woche werden. Wir packen unsere Badehose ein und machen uns auf zum Meer. Nachdem der kühle Atlantik mit seinen kräftigen Wellen unsere Körper kühlte machen wir auf einer Wanderung an der Küste wieder irre Entdeckungen und beobachten Vögel die wir alle noch nicht gesehen haben: In den Salinen bei Tavira in Portugal tanzen Flamingos und brüten Säbelschnäbler. Diese verteidigen ihre Kleinen entschlossen gegen Stelzenläufer, und auch Seeregenpfeifer und Zwergseeschwalbe sind mit von der Partie. Zum Abschluss finden wir einen interessanten Schädel. Nach etwas Diskussion untereinander entschließen wir uns, den Vogelexperten Wolfgang Fiedler zu Rate zu ziehen.

Vogelbild des Tages: der Säbelschnäbler

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Ein Säbelschnäbler, fotografiert von Anna

 

Heiße Diskussionen

Heute kletterte das Thermometer auf 40°C, und so waren wir alle froh, dass wir in unseren klimatisierten Hütten einen Tag für unsere „Future Disputes“ einlegen konnten. Jeder Teilnehmer stellte ein Thema vor, und nach jedem dieser anregenden Vorträge war viel Zeit zum Diskutieren. Weil die Interessen weit gestreut waren aber doch jeder von uns einen Hang zu Natur und Wissenschaft hat, konnten wir viel voneinander lernen. Die „Hot Topics“ waren dieses Jahr „Umgang mit Tieren“, „Massentierhaltung“, „Probleme von Plastik im Meer“, „Pestizide“,“Unterschiede zwischen Stadt-und Waldamseln“, „Vogelmord und Wilderei“, „Urban Gardening und Stadtarchitektur in 50 Jahren“ und vieles mehr. Trotz heißer Diskussionen ging es sehr respektvoll zu, und der Pool der Lodge kühlte uns nach getaner Arbeit wieder ab.

Früh dran beim Amselfang

Der zweite Tag im Feld bricht an. Bei Mondlicht machen wir uns auf und noch vor Sonnenaufgang stehen die Netze. Erneut hoffen wir auf gesunde junge Amseln, die uns auf unserer Rückreise an den Bodensee begleiten werden. Heute bekommen wir sogar Verstärkung: Julio Blas und Pepe von der Estaciòn Biològica de la Doñana unterstützen uns tatkräftig.

Zusammen fangen wir weitere vier Jungvögel und natürlich auch andere wunderschöne Vögel. Heute unter anderem eine Blauelster und den räuberischen Rotkopfwürger (der ganz schön zubeissen kann). Die Amseln nehmen wir mit, und die anderen Vögel lassen wir schnell wieder frei.

Amseln ohne Grenzen – Amseln in Südspanien leben normalerweise das ganze Jahr über dort. Amseln aus Russland ziehen jedes Jahr in den Süden. Woran liegt das? Ist das gegensätzliche Verhalten der Spanier und Russen angeboren? Was passiert wenn die spanischen Amseln in Gebiete übersiedelt werden, in dem alle anderen Amseln im Winter wegziehen, wie zum Beispiel in Russland? Folgen sie den Artgenossen oder ist das Überwintern an Ort und Stelle in den spanischen Amseln genetisch einprogrammiert? Um das herauszufinden, müssen die Nachkommen der spanischen Amseln an verschiedenen Stellen in Europa „aufgelassen“ werden, wie die Ornithologen sagen. Diese Amseln sind beringt und tragen einen ICARUS-Sender, mit denen sie fast weltweit über die Internationale Raumstation ISS geortet werden können. Damit wissen wir immer genau wo sie sind und können sie wiederfinden.

Aber das wird erst nächsten Jahr passieren. Zuerst müssen wir hier noch einmal ins Feld, denn wir dürfen bis zu zwölf Amseln mitnehmen.

Vogelbild des Tages

Während bei uns nur die Amselmännchen einen leuchtend gelben Schnabel haben und die Weibchen unauffällig bleiben, sieht man in Spanien viele Amselweibchen mit einem genauso schönen gelben Schnabel wie ihn die Männchen haben.

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Eine Amseldame mit gelbem Schnabel

 

Störche hautnah

Ein Ausflug zum Doñana Birdfair (Dehesa de Abajo) wird zum besonderen Highlight. Die direkte Nachbarschaft von trockener Savanne und feuchten Sümpfen lässt eine besondere Flora und Fauna entstehen. Durch trockenes Buschland mit unzähligen Störchen, Schwarzmilanen, einem Zwergadler, Steinkäuzen und Bienenfressern geht es an die Ufer eines weitläufigen Feuchtgebiets, wo Löffler, verschiedene Reiher, Sichler und Stelzenläufer die schlammigen Untergrund nach Essbarem durchpflügen. Wir sehen sogar einige Störche mit Sendern. Auch eine grosse Fülle an Insekten lassen besonders das Herz unseres künftigen Entomologen Max höher schlagen und wir können uns erst in den Abendstunden von diesem beeindruckenden Landstrich losreissen.

 

Vogelbild des Tages

Wie auf dem Bild zu sehen ist, gelang es uns sogar einen mit unseren Sendern versehenen Storch zu erwischen. Sein Name ist Franz (siehe AnimalTracker) und ihm gefällt es hier wohl genauso gut wie uns.

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Franz, mit Sender

 

 

Wir werden international

Text: Victoria

Besonders gefreut habe ich mich über den Austausch mit spanischen Schülern in der Schule in Villamanrique de la Condesa. Wir wurden sehr herzlich von der 8. Klasse und ihrer Klassenlehrerin empfangen. […] Zuerst stellten die spanischen Schüler ihr Naturschutzprojekt im Nationalpark in englischer Sprache vor. Danach führten wir ein tolles Theaterstück auf,[…] in dem wir den Vogelzug von Weißstörchen von Deutschland nach Afrika nachspielten. Unsere künstlerische Begabung hat für große Begeisterung bei unseren spanischen Schülern gesorgt. Auf Informationsständen in der Schule waren wir im Anschluss an unseren Auftritt als ICARUS-Botschafter tätig, indem wir ihnen das MaxCine-Projekt, die Amselstudie und das Animal Tracker-System erklärten. Weil die Spanier nicht Deutsch und wir nicht Spanisch sprechen konnten, erklärten wir alles in Englisch. Das ist toll, da wir bereits jetzt schon wissenschaftliche Zusammenhänge wie den Vogelzug in englischer Sprache erklären können. Wir waren sehr froh, dass wir die spanischen Schüler haben kennenlernen dürfen und vielleicht werden zwei von ihnen zukünftig in unsere Amselgruppe aufgenommen, um mit uns zusammen zu arbeiten. Das Foto entstand beim Abschied im Schulgebäude, zu sehen sind die Schüler der Klasse 8, ihre Klassenlehrerin und wir, die 16 Schüler der MaxCine-Gruppe sowie unsere 7 Betreuer.

Ich freue mich wirklich sehr, Teil dieser aktiven Arbeitsgruppe sein zu dürfen und mit den Forschern des Max-Planck-Institutes für Ornithologie Wissenschaft zu erleben, in Workshops, Diskussionsrunden sowie Vorträgen mein Wissen zu erweitern und als ICARUS-Botschafterin in Norddeutschland und vielleicht auch später in Nordeuropa tätig sein zu können.